Integrative Freizeiten

München

Ein Highlight im zweiten Projektjahr war die Integrative Freizeit, die im Juni 2009 in München stattfand. Teilnehmer der Freizeit waren Jugendliche mit und ohne Handicap. Das offizielle Programm beinhaltete unter anderem die Bavaria Filmstudios, einen Besuch in der Allianz Arena sowie im Deutschen Museum. Weitaus wichtiger waren aber die integrativen Aspekte: Alle „Hindernisse“ und Barrieren, die sich uns in den Weg stellten, wurden zusammen und mit viel Spaß genommen. Wie von selbst wurden gegenseitige Hilfestellungen gegeben, wo sie nötig waren und Berührungsängste von Anfang an ein Fremdwort. So wurde auch das Rolltreppe fahren mit E-Rolli möglich, oder das Aufladen desselbigen in einem Biergarten! Und statt dem abendlichen Reisetagebuchschreiben wurden lieber Spieleabende gemacht und viel gelacht – Integration von ganz alleine. Die Sympathie für einander war so groß, dass über die Freizeit hinaus Freundschaften Bestand haben.

Heidelberg

Nach dem Erfolg der ersten Freizeit fand im Mai 2010 die zweite integrative Freizeit statt – dieses Mal in Heidelberg. Die Freude war besonders groß, da viele Teilnehmer der ersten Freizeit auch wieder mit dabei waren. Programmpunkte waren unter anderem eine barrierefreie Stadtführung, ein Besuch im Zoo und die Besichtigung der Popakademie in Mannheim. In besonderer Erinnerung blieb hier der Besuch der Popakademie, da wir selbst Instrumente ausprobieren konnten und sogar ein kleines Privatkonzert der Nachwuchsband „Mary and the red cat“ bekamen. Die besonderen Highlights fanden aber jenseits des „offiziellen“ Programmes statt. So sorgte spontanes Grillen für neue kulinarische Köstlichkeiten (Schokobanane mit Smarties auf dem Grill) und den „running gag“ der Freizeit. Ein Spieleabend brachte mit Tabu pantomimische Talente zum Vorschein und die Erkenntnis, dass Kuscheltiere immer plüschig sind. Was wohl aber kein Teilnehmer der Freizeit vergessen wird, ist der Abend des EuroVision Songcontests. Lena Meyer-Landruth wurde von uns so lauthals angefeuert, dass ihr gar nichts anderes übrig blieb als zu gewinnen. Ein toller Abend!

Durch die erfolgreiche Umsetzung der integrativen Freizeiten und die positiven Erfahrungen, die dadurch gesammelt werden konnten, sind nun alle Freizeiten des Kreisjugendringes auch für Jugendliche mit Handicap freigegeben. Der aktuelle Tourguide ist voraussichtlich ab Frühjahr 2013 einzusehen unter: jugendarbeit-rm.de.